Immer in der ersten Woche der Sommerferien treibt es mich raus aufs Land. Weg von der überhitzten hektischen Stadt, hin auf einen wunderbaren Platz an der Wörnitz. Zelten am Fuße des Hesselbergs. Jedes Jahr mit Freunden.
Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit: Neil Armstrongs berühmter Satz, als er genau vor 50 Jahren, am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat.
Die Kapitänin Carola Rackete bewundere ich, weil sie mutig war und Flüchtlinge vor dem Ertrinken rettete und mit ihrem Boot Sea Watsch 3 und an Land brachte. Auch der Papst feiert eine Messe im Petersdom mit Flüchtlingen als Zeichen, auf welcher Seite er steht.
Jesus muss sich manchmal gefragt haben, ob seine Jünger wirklich irgendetwas von dem verstehen, was er sagt. Er kommt in ein Dorf, wo er Ablehnung erfährt und zwei seiner Jünger wollen gleich ein Vernichtungswunder wirken und den Ort dem Erdboden gleichmachen.
In diesen heißen Tagen bin ich gerne im Wald. Kein noch so klimatisierter Raum, keine noch so gute Markise kann mithalten mit dem kühlenden Blätterdach der Bäume.
Der jüdische Schriftsteller Abraham Heschel erzählt eine für ihn unvergessliche Begegnung mit einem Glaubensgenossen, der die Hölle der Naziverbrechen hatte durchmachen müssen. Dieser Jude hatte das Beten aufgegeben, wegen all dem, was in Auschwitz geschehen war, wie er seinen Freunden zu sagen pflegte.
Ein sperriges Fest, dieses Fronleichnam – es geht ja um die besondere Verehrung des Altarsakraments, der bleibenden Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Und gleichzeitig eines, an dem wir Katholiken mal im Mittelpunkt stehen… auch irgendwie schön!
Das ist schon eine seltsame Zeit im Kirchenjahr: Jesus hat den Tod besiegt und ist zum Himmel aufgefahren, so haben wir es an Christi Himmelfahrt gerade erst gefeiert. Aber der Heilige Geist, der uns doch Beistand, Mut und Stärke gibt, ist noch nicht da. Der kommt doch erst an Pfingsten…
Während an diesem Wochenende der FC Bayern zum 19. Mal den Pokal gewonnen hat, die Goldene Palme in Cannes nach Süd-Korea ging, Babs Becker aus „Lets Dance“ rausgeflogen ist und das europäische Parlament neu gewählt wurde, hatten viele Jugendliche und junge Erwachsene aus Nürnberger Pfarreien anderes im Sinn.
Manchmal ist der Glaube ziemlich angefochten. Ist es nicht vergeblich, auf das Evangelium zu setzen? Das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs erschüttert, die männlichen Machtstrukturen machen wütend. Die zunehmende gesellschaftliche Verrohung bestürzt. Und dennoch.